 | Spielzeugfreie-Zeit | | im Kindergarten / Berlin |
|
| | |
Nun ist schon seit drei Tagen die Spielzeugfreie Zeit beendet, was ist passiert? Dienstag kamen am Morgen die Kinder in die Kita und sprachen sofort vom wiederkehrenden Spielzeug. Im Morgenkreis befragten wir die Kinder und es kamen ein paar wirklich bescheidene Wünsche. Kartenspiel, Playmobilritter, Eisenbahn, Steckbausteine und am Donnerstag das Puppengeschirr. Die Ruhe im Raum war schon erstaunlich, obwohl zwei Kinder nach wie vor, ihre Laserschwerter rausholen. Papierflieger werden gefaltet und ganz viel gemalt.
|
Am Donnerstag war es schon etwas ruhiger in der Kita und die Sehnsucht nach Spielzeug war bei den Maulwürfen zu spüren. Die Matten waren kaum in Benutzung, die Decken wurden kaum beachtet, wichtig waren Papierflieger, Malpapier und Stifte.
|
Was für ein aufregender Tag. Abschied von 2 Kindern die wegziehen, ein Geburtstagskind und der Osterhase soll doch tatsächlich im Kindergarten vorbei schauen. Die Geburtstagsparty war fröhlich, viele Spiele wurden auf Wunsch gespielt, Kuchen vernichtet, Geschenke ausgepackt. Spielzeugfrei gespielt wurde bei den Maulwürfen heute kaum. Die Kinder waren im Gespräch, hatten sich viel zu erzählen, waren in Abschiedsstimmung. Die anderen beiden Gruppen eroberten die Turnhalle, bauten, schleppten, balancierten, waren aktiv und in Frühlingslaune. Begeistert suchten sie die Osterkörbchen und natürlich war für jedes Kind eins da.
|
Die sechste Woche hat angefangen. Die Zeit bis hier her verging wie im Flug. In den letzten 4 Wochen, wurde von den Kindern kaum Zusatzmaterial mitgebracht bzw. eingefordert und trotzdem veränderte sich das Spiel fast wöchentlich. Der Montag begann lustigerweiße mit Laserschertern aus eingedrehten Teppichfliesen. Das gehört irgendwie zum Wochenstart. Nach dem Frühstück teilten sich die Kinder in die kämpfende Fraktion und die bastelnden Kinder. Es wurde gemalt und geklebt und bei den Kämpfern wurden Strategien entwickelt und sich relativ gut abgesprochen. Das Wetter lockte uns dann auf den Spielplatz und dort stellten wir mit Begeisterung fest, das die Kinder zur Problemlösung unsere Hilfe kaum noch brauchen, wir werden evt. noch über die Lösung informiert.
|
Mit Dosen, Büchsen und Kastanien läst sich super spielen. Selbst Schuhe fanden sich auf dem Markt wieder. Zum Glück gab es genug Kunden, die etwas kaufen wollten. Eine Cremedosenauffüllmaschiene wurde erfunden und mit Bechern und Pappringen Musik gemacht. Heute war sogar ein richtiges Seil mit in der Kita und damit war das Lassowerfen erst richtig möglich. Holzostereier wurden nach Wunsch gestaltet und in altershomogenen Gruppen gespielt und gesungen. Die Sonne lockte uns aus der Kita und das war auch gut so, die Lautstärke war doch etwas höher. Eine Lösung finden und sich über faire Regeln absprechen fiel mitunter schwer.
|
Bei wirklich bescheiden schönem Wetter marschierte eine Gruppe in die Turnhalle. Dem Bewegungsdrang nachgebend, rannten 9 Kinder um die Wette, 2 bauten eine Übungsbalancierstrecke. Diese mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, die dann doch auch für die anderen Kinder sehr interessant wurde. Der Streckenbauer war stolz und konnte die Regeln für sein Spiel selber bestimmen. Das tat ihm so gut und seinem Selbstbewusstsein auch. Im Kindergarten wurden Wiederauffüllbehälter für Sonnencreme erfunden, Flugzeuge für den Urlaub hoben ab, der Sonnenschutz wurde angelegt und reichlich Möbel geschoben. Über Mittag besuchten die ältesten Kinder die Lernwerkstatt und waren aktiv, mit Hammer, Säge, Kleber, Farben, .... Es entstanden wunderschöne Osterkörbchen, ein Schwert, Flugzeug, Panzer, gemalte Bilder und alle hatten viel Spaß.
|
Selbe Idee, andere Kinder. Zwei Gruppen besuchten heute die Halle und eine Gruppe ignorierte die Tücher die gesamte Stunde! Immer wieder wurde darüber gesprungen, drum rum gelaufen, zur Seite geschoben, aber keiner nutzte sie wirklich. Die nachfolgende Gruppe. stürzte sich sofort auf die Tücher und bezog sie mit in ihr Spiel ein. Im Kindergarten wurde hingegen, viel mit Wolle gespielt, Lasso gebaut, Bilder gemalt, und man fuhr mit den Schlitten und dem Zug durch den Gruppenraum. Heute waren die Kinder sehr laut und wirkten unausgeglichen, bei diesem Wetter aber auch kein Wunder.
|
Heute ging eine Gruppe in die Turnhalle, der Rest spielte in der Kita. Es wurde eine lustige Tanzveranstaltung organisiert, auf Tischen und Stühlen getanzt, schöne Musik ausgewählt und selbst die Jungs konnten sich der Faszination, aus Musik und Tücherkostümen nicht entziehen. In der Halle lagen zu Beginn 2 große Tücher mitten im Weg, die total ignoriert wurden. Zehn Kinder rannten durch die Halle und einer lies sich nicht stören und baute. Nach 30 min. rannten sie noch immer und einer baute. Inzwischen wurden zumindest die Tücher bemerkt und fragend ging ein Kind durch die Halle, ob den einer mit ihm und den Tüchern spielte. Irgendwann schnappten sich 2 Kids diese und ließen sie nicht mehr los. Kurz vor Schluß ergab sich dann doch noch ein Gespensterspiel und es gab viel zu lachen. Sozialkompetez war heute sehr groß geschrieben und wurde von den 10 Kindern ziemlich gut gemeistert.
|
Der Montag startete mit utopischen Filmen, bösen und guten Kämpfern und aus gedrehten Teppichfliesen wurden Waffen hergestellt. Typisch Montag! Zum Glück kam irgendwann ein Kind, welches einen fröhlichen Kinofilm gesehen hatte und die Lage entspannte sich. Das Frühstück zog sich dann genussvoll in die Länge, die Kinder hatten sich ne Menge zu erzählen. Die zwei Spielgruppen, die dann entstanden beschäftigten sich u.a. mit dem bauen von Krankenhäusern und Hotels. Es wurde wieder in allen Regalen gelegen und sich ausgeruht, mit den Matten hantiert und viel miteinander gesprochen. Im anderen Raum wurde mit vielen Matten eine Höhle gebaut. Alle Stühle wurden von A nach B getragen und wie Würmer schlängelten sich die Kinder durch die kleinen Stuhlbeine. Wir fragten uns wiederholt, warum zum Höhle bauen nicht auch Decken benutzt werden. Aber wir beißen uns auf die Zunge und sagen nix. Die restlichen Kinder, malen, spielen Bus oder bauen eine Kaffeemaschine.
|
Die Kleinsten spielten heute bei den Marienkäfern. Den größten Spaß hatten sie am Höhle bauen, durch die Regale krabbeln und die Erzieherin in ein Gespräch verwickeln. Sie quasselten ohne Ende, kuschelten miteinander und spielten Turnhalle. Die mittlere Altersgruppe spielte Arztpraxis. Alle Patienten lagen in den Regalen und der Arzt hatte alle Hände voll zu tun. Selbst am Boden waren alle Plätze belegt. Die Vorschulkinder spielten verstecken, bastelten mit Schere und Papier und entschlossen sich mit Pinsel und Farbe Ostereier zu malen. Es wurden Schmetterlinge gebastelt und ein Fernseher geschnitten und in Form gebracht.
|
Die Maulwürfe waren schon sehr zeitig in der Turnhalle unterwegs und hatten nur ein Bedürfnis. Laufen, laufen, laufen... Ein Junge lies sich davon nicht beeindrucken und baute aus Bänken, Matten und Hockern einen ziemlich wackeligen Parcours, um diesen immer wieder zu durchlaufen. Später wurde von den Kindern die Sprossenwand erobert und mit Matten eine Schräge zum laufen gebaut. Alle Kinder des Hauses nutzen am Vormittag das tolle Wetter und besuchten Spielplätze im Wohnumfeld.
|
Am Mittwoch waren die Vorschulkinder in der Schule eingeladen um dort beim Experimentieren dabei sein zu können. Am spannensden war es mit Würfelzucker, Farbe, Wasser und Pfeffer zu hantieren und verblüffende Ergebnisse zu erlangen. Die Jüngsten aus der Räuberbande eroberten die Turnhalle. Kletterten, balancierten und versuchten Matten und Hocker zu transportieren.
|
Verreisen ist im Moment das große Thema. es werden Fahrkarten gebastelt, sich in die Bücherkiste gesetzt und davongeflogen oder gefahren. Papier war sehr gefragt und mit Schere und Klebestreifen wurde viel feinmotorisch gearbeitet. Viele Matten kamen zum Einsatz. Es wurde eine Regalburg gebaut, durch die man klettern konnte, eine Wohnung aus Matten errichtet, Hüpfberge aufgeschichtet und Mattenliege auf Stühlen gebaut. In die Turnhalle konnten wir leider nicht, diese hatte einen Wasserschaden. Dafür machten wir bei trockenen Wetter die Spielplätze unsicher. Dort wurde die Kraft am Anderen gemessen und Bösewichter gejagt.
|
Nach der freien raumwahl ging es heute sehr gemischt los. Bei den Marienkäfern waren nur Jungs, die erst sehr spät ins Spiel kamen, am Schrank aber dann einen Tunnel bauten und mit Absprachen ein Wartesystem erstellten. Bei den Gänseblümchen startete heute der Flieger nach Amerika, wurden Stifte und Papier eingefordert und mit Matten fleißig gebaut. Die Kinder bei den Maulwürfe waren lebhaft unterwegs, konnten sich oft nicht einigen, bauten Wohnungen und spielten Familie.
|
Es wurden Wald und Spielplätze erobert, das erste Papier eingefordert, gemalt und gebastelt. Aber in der Natur unterwegs sein, Holz zu sammeln, Wanderstöcke zu finden, Supermarkt zu spielen, Material für ein Lagerfeuer zu sammeln, zu balancieren und Käfer bzw. Spinnen zu beobachten... das war für die Großstadtkinder einfach das Schönste. Am Abend noch eine Duschparty veranstaltet, fielen die Kids innerhalb kurzer Zeit in den Tiefschlaf. Kitafahrt also eine tolle Idee innerhalb der Spielzeugfreien Zeit.
|
Die kleinen Räuber hatten in dieser Zeit ganz viel Platz in der Kita. Die ungewohnte Zusammensetzung der Kinder war am ersten Tag noch das größte "Problem". Gemeinsam essen, Mittagsruhe halten, den Raum erobern. Aber Kinder sind ja da sehr unkompliziert und am Mittwoch fuhren, flogen und wanderten die kleinen Räuber in den Urlaub. Es wurde viel gebaut, geklettert und geredet. Auf ein gemeinsames Schimpfwort wurde sich auch geeinigt. "Manometer" sollte im Fall der Fälle dann benutzt werden.
|
Wir sind auf Kitafahrt!
Nächste Nachrichten ab dem Freitag!
|
Die dritte Woche hat begonnen und der Montag war genauso, wie die zwei vergangenen. Die Kinder waren sehr lebhaft und versuchten sich mit Laserschwertern zu besiegen, rollten sich über den Boden oder starteten ein Kräftemessen wie in der Judohalle. Die Kindergruppen waren bunt vermischt und erst, als die einzelnen Gruppen wieder in ihren Räumen waren, kam etwas Ruhe auf. Die Vorfreude auf die bevorstehende Gruppenfahrt ist allerdings so groß, das die Kinder viel mehr im Gespräch sind, über ihre Erwartungen, als zu bauen und zu basteln. Ab dieser Woche kann Papier abgefordert werden und Malstifte genutzt, wir sind gespannt, wann die Kinder damit beginnen.
|
Heute waren die Kinder in altershomogenen Gruppen aktiv. Durch die Mischgruppen in unserem Haus immer wieder interessant, wie die Kinder mit altersgleichen tätig sind. Bei den Vorschulkindern ging es ziemlich lebhaft zur Sache. Es wurde Geburtstag gefeiert, Krankenhaus gespielt, ganz dunkle Höhlen gebaut und mit Matten großräumig gebaut. Besonders viel Arbeit hatte heute der Regelwächter, weil die Kinder aus dieser Gruppe ständig auf ihn zukamen um ihre Probleme lösen zu lassen. Irgendwann gab der Regelwächter sein eigenes Spiel auf, setzte sich aufs Fensterbrett und beobachtete das Spiel. Jetzt griff er mitunter selbständig ein und gab selbständig Ratschläge und das ziemlich klug. Die Jüngsten im Haus, kletterten auf Tische und Regale, balancierten über die Stühle und versteckten sich unter Tüchern. Unsere Vierjährigen genossen das Spiel bei den Gänseblümchen und waren sehr theatralisch im Raum unterwegs.
|
Schon am frühen Morgen bauten die Kinder erste Höhlen und versteckten sich in den Regalen. Nach einem Frühstück mit lustiger Märchenmusik (Rumpelstilzchen wurde ständig gewünscht) spazierten die Gänseblümchen zu einem Kindergeburtstag durch den Prenzlauer Berg und die anderen 2 Gruppen wurden im Raum aktiv. Auf und unter den Tischen, mit Matten zum Wohnung bauen, kuschligen Liegen und dem Verstecken in Regalen und Schränken. Immer wieder spielte das Lied vom Rumpelstilzchen und die Kinder sangen mit bzw. versuchten sich mit geschickten Tanzschritten. Die Vorschulkinder besuchten über die Mittagszeit die Lernwerkstatt und sägten, bohrten, feilten, bastelten und malten mit den vorhandenen Materialen. Eine ausgeglichene Gruppe war über eine Stunde aktiv und wäre gerne noch länger geblieben.
|
|
|
|
| |
|